Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Mig Mag Schweissen - Welches Draht - IPOTOOLS MIG-160ER Betriebsanleitung

Vorschau ausblenden Andere Handbücher für MIG-160ER:
Inhaltsverzeichnis

Werbung

MIG-160ER
MIG MAG SCHWEISSEN – WELCHES DRAHT?
Ein MIG Schweißdraht ist bei Lichtbogenschweißen unverzichtbar, denn dieser wird während des
Schweißens in die Konstruktion eingebracht und schafft dadurch eine starke Verbindung. MIG
Schweißdrähte befinden sich auf Drahtrollen und werden je nach Material, Rollen- und
Drahtdurchmesser unterschieden. Bei der Auswahl des richtigen MIG Schweißdrahtes müssen Sie die
Materialzusammensetzung, die Qualität und den passenden Drahtdurchmesser passend zum
Schweißstrom beachten. In der Regel gilt, dass je dicker der Schweißdraht desto stärkere Materialien
können
damit
geschweißt
werden.
Besonders
wichtig
bei
der
Auswahl
ist
aber
die
Materialzusammensetzung, welche von der Anwendung abhängig ist. Die passende Auswahl hängt
vom Material und Materialstärke ab, das Sie schweißen möchten. Es gilt die Regel, dass das Zusatz
Material gleich als das Material des Werkstückes ist. Dabei können Sie folgende Arten des Drahtes
auswählen:
Massivdraht – Als Massivdraht werden Schweißdrähte wie Stahl und Edelstahl bezeichnet, welche ein
Schutzgas benötigen, um beim Schweißprozess eine Oxidation zu verhindern. Das Schutzgas
garantiert einen stabilen Lichtbogen und schützt das flüssige Schmelzbad vor dem Zutritt der Luft aus
der Atmosphäre. Diese Variante wird von mehr als 80 % der Nutzer verwendet, da dabei weniger
Spritzer entstehen und die Nähte bessere Qualität aufweisen, als jene die mit Schweißen ohne Gas
erzeugt wurden. Massivdrähte sind auch schonender zum Drahtvorschub im Gerät aufgrund ihrer
höheren Säulenquerschnittsfestigkeit, sie sind auch steifer und verbiegen sich nicht so leicht. Für das
Schweißen mit Massivdraht wird eine Gasflasche, ein Manometer und eine Drahtvorschubrolle mit V-
Nut verwendet. Als Schutzgas wird bei Stahl (82% Argon und 18% CO2) und bei Edelstahl (97,5%
Argon und 2,5% CO2) verwendet.
Fülldraht / FLUX / Gasloser Draht - diese Drähte bestehen aus einem dünnen metallischen Mantel,
der mit Pulver gefüllt ist und mit Metallverbindungen geschichtet und dann zu einem Zylinder gewalzt,
um den fertigen Draht zu formen. Mit hohen Temperaturen erzeugt der FLUX Draht eine Atmosphäre
mit Schutzgas, wodurch Sie für die Nutzung keine Gasflasche noch Manometer brauchen. Der gefüllte
Draht ist weicher als der Volldraht und verhält sich beim Zuführen zum Schweißteil ähnlich wie
Aluminiumdraht, was eine geringere Zuführsicherheit und ein mögliches Quetschen des Drahtes beim
Austritt aus dem Antrieb bedeuten kann.
Für Fülldraht findet man spezielle gerändelte
Drahtvorschubrollen welche kleinen Zacken in der Nut besitzen, damit der Draht besser gegriffen wird
und damit eine bessere Zufuhr entsteht, mit der Zeit wird aber die Oberfläche des Schweißdrahtes
langsam anfressen, was zu Verstopfungen in der Drahtführung führen kann, darum kann auch eine U-
Nut-Rolle für Fülldraht verwendet werden, Dank welcher die man einer Verstopfung ausweicht zum
Preis einer geringeren Zufuhrqualität. Fülldrahtschweißen besitzt zum Vergleich mit Massivdraht die
Vorteile, dass man kein Zubehör für Gas benötigt, Sie können Arbeiten auch draußen erledigen, es gibt
aber auch Nachteile, denn bei dieser Methode entstehen mehr Spritzer, die Schlacke muss entfernt
werden und die Qualität der Nähte ist schlechter als beim Schutzgasschweißen. Für Fülldraht wird kein
Schutzgas verwendet.
12

Werbung

Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis