8.3
Anschluss in Vierleiter‐Technik
Wenn Sie Aufnehmer, die in Sechsleiter‐Technik ausgeführt sind, an Verstärker mit
Vierleiter‐Technik anschließen, müssen Sie die Fühlerleitungen der Aufnehmer mit den
entsprechenden Speisespannungsleitungen verbinden: Kennzeichnung (+) mit (+) und
Kennzeichnung (-) mit (-), siehe Abb. 8.1.
Diese Maßnahme verkleinert unter anderem den Kabelwiderstand der Speisespannungs
leitungen. Wenn Sie einen Verstärker mit 4-Leiterschaltung einsetzen, sind das Ausgangs
signal und die Temperaturabhängigkeit des Ausgangssignals(TKC) von der Länge des
Kabels und der Temperatur abhängig. Wenn Sie wie oben beschrieben die 4-Leiter
schaltung anwenden, führt dies also zu leicht erhöhten Messfehlern. Ein Verstärker
system, das mit der 6-Leiterschaltung arbeitet, kann diese Effekte perfekt kompensieren.
Sollten Sie den Sensor mit 4-Leitertechnik einsetzen, so ist dies bei der Kalibrierung unbe
dingt zu berücksichtigen.
8.4
EMV‐Schutz
Elektrische und magnetische Felder können eine Einkopplung von Störspannungen in den
Messkreis verursachen. Folgendes sollte deshalb beachtet werden:
S
Verwenden Sie nur abgeschirmte, kapazitätsarme Messkabel (HBK‐Kabel erfüllen
diese Bedingungen).
S
Legen Sie die Messkabel nicht parallel zu Starkstrom- und Steuerleitungen. Falls das
nicht möglich ist, schützen Sie das Messkabel, z.B. durch Stahlpanzerrohre.
S
Meiden Sie Streufelder von Trafos, Motoren und Schützen.
S
Schließen Sie alle Geräte der Messkette an den gleichen Schutzleiter an.
S
Den Kabelschirm immer flächig auf das Steckergehäuse legen.
26
ELEKTRISCHER ANSCHLUSS
U15