Zündtimeout, WIG-Pulsen und Heftfunktion
Funktion
Die Stromquelle verfügt über die Funktion Zündtimeout.
Zündtimeout
Wird die Brennertaste gedrückt, beginnt sofort die Gas-Vorströmung. Anschließend wird
der Zündvorgang eingeleitet. Kommt innerhalb einer im Setup-Menü eingestellten, Zeit-
dauer kein Lichtbogen zustande, schaltet die Stromquelle selbsttätig ab.
Die Einstellung des Parameters Zündtimeout ist im Abschnitt „Das HF-Menü" ab Seite
95
WIG-Pulsen
Der zu Beginn der Schweißung eingestellte Schweißstrom muss nicht immer für den
gesamten Schweißvorgang von Vorteil sein:
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Abhilfe bietet die Funktion WIG-Pulsen (WIG-Schweißen mit pulsierendem
Schweißstrom):
ein niedriger Grundstrom (2) steigt nach steilem Anstieg auf den deutlich höheren Puls-
strom und fällt je nach eingestelltem Dutycycle (5) wieder auf den Grundstrom (2) ab.
Beim WIG-Pulsen werden kleine Abschnitte der Schweißstelle schnell aufgeschmolzen,
welche auch schnell wieder erstarren.
Bei manuellen Anwendungen erfolgt beim WIG-Pulsen das Zusetzen des Schweißdrah-
tes in der Maximal-Stromphase (nur möglich im niedrigen Frequenzbereich von 0,25 - 5
Hz). Höhere Pulsfrequenzen werden meist im automatisierten Betrieb angewandt und
dienen vorwiegend der Stabilisierung des Lichtbogens.
WIG-Pulsen kommt beim Schweißen von Stahlrohren in Zwangslage oder beim
Schweißen dünner Bleche zur Anwendung.
Funktionsweise des WIG-Pulsens bei angewähltem Verfahren WIG DC Schweißen:
(1)
WIG-Pulsen - Verlauf des Schweißstromes
Legende:
(1) Hauptstrom, (2) Grundstrom, (3) Startstrom, (4) Up-Slope, (5) Pulsfrequenz *)
(6) Dutycycle, (7) Down-Slope, (8) Endstrom
*) (1/F-P = Zeitabstand zweier Impulse)
beschrieben.
bei zu geringer Stromstärke wird der Grund-Werkstoff nicht genügend aufgeschmol-
zen,
bei Überhitzung besteht die Gefahr, dass das flüssige Schmelzbad abtropft.
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