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Maximales Interzeptionsspeichervermögen - Kettler CALYPSO-700 Montageanleitung

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4. Das Deponie- und Haldenwasserhaushaltsmodell BOWAHALD
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Die Interzeptionsverdunstung wird im Modell BOWAHALD über folgende Stufen realisiert:
- Ermittlung des maximalen Interzeptionsspeichervermögens
- Ermittlung des realen Interzeptionsspeichervermögens
- Berechnung der Interzeptionsverdunstung
- Ermittlung des Niederschlages, der die Halden- bzw. Deponieoberfläche erreicht
4.5.2.2. Maximales Interzeptionsspeichervermögen
Der maximale Interzeptionsspeicher ist im Modell BOWAHALD ausschließlich von der
Bewuchsart abhängig. Folgende interzeptionsrelevante Bewuchsarten sind erfassbar: Gras-/
Krautbewuchs, Strauchbewuchs, Wald (Laub-, Nadel-, Mischwald ohne und mit Sekundär-
pflanzendecke), landwirtschaftliche Kulturen sowie teilversiegelte Flächen.
Im Falle einer unbewachsenen Halde oder Deponie bzw. für Gewässer existiert per Definition
(s. Abschnitt 4.5.2.1) keine Interzeption. Für Ortschaften (voll versiegelt: 100 %) wird die
Interzeption im Modell im Sinne des DVWK-Merkblattes 238 (D
, 1996) als Benetzungs-
VWK
verlust verstanden und mit 0,8 mm angenommen.
Zur Quantifizierung des maximalen Interzeptionsspeichervermögens werden bei den meisten
Ansätzen für Wald die maximale Speichermenge S
im mm und für landwirtschaftliche
max
Kulturen der Blattflächenindex BFI (Verhältnis Blattfläche zur Bodenoberfläche) verwendet.
In D
(1987) sind Untersuchungsergebnisse aus der Literatur zum maximalen
UTELOFF
Interzeptionsspeicher für verschiedene Vegetationsarten zusammengefasst. Danach können in
Anlehnung an J
(1975) S
-Werte für Nadelwald bei etwa 6 mm und für
UNGHANS
MAX
Laubwald bei etwa 5 mm angesetzt werden. Diese Angaben decken sich in etwa mit den von
Z
(1967) und M
(1971) ermittelten durchschnittlichen Interzeptions-
INKE
ITSCHERLICH
speicherkapazitäten S für verschiedene Vegetationsarten (Fichte S ≈ 4 mm, für Kiefer ≈ 3
mm, Douglasie ≈ 2,6 mm). Die Bandbreite von Literaturwerten ist im übrigen außerordent-
lich hoch. Ein diesbezüglicher Überblick wird in P
(2004) gegeben.
ECK

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