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Hirschmann SPIDER 3TX Betriebsanleitung Seite 5

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Abb. 4: Konfiguration mit SPIDER: Anschluß von
– bis zu 8 Endgeräten oder weiteren Segmenten über TP (je nach Gerätevariante) u.
– bis zu 1 Endgerät oder weiterem Segmentent über LWL (je nach Gerätevariante)
1. Funktionsbeschreibung
Die 10/100BASE-T(X) Ports eines SPIDER
stellen für das angeschlossene LAN-Seg-
ment einen Endgeräte-Anschluß dar. Sie
können Einzelgeräte oder ganze Netzseg-
mente anschließen.
1.1 FRAME-SWITCHING FUNKTIONEN
Store and Forward
Alle Daten, die ein SPIDER empfängt, wer-
den gespeichert und auf ihre Gültigkeit ge-
prüft. Ungültige und fehlerhafte Datenpake-
te (> 1.522 Byte oder CRC-Fehler) sowie
Fragmente (< 64 Byte) werden verworfen.
Gültige Datenpakete leitet ein SPIDER wei-
ter.
Multiadress-Fähigkeit
Ein SPIDER lernt alle Quelladressen je Port.
Nur Pakete mit
– unbekannten Adressen
– diesen Adressen oder
– einer Multi-/Broadcast-Adresse
im Zieladressfeld werden an diesen Port
gesendet.
Ein SPIDER kann bis zu 1000 Adressen ler-
nen. Dies wird notwendig, wenn an einem
oder mehreren Ports mehr als ein Endgerät
angeschlossen ist. So können mehrere
eigenständige Subnetze an ein SPIDER
angeschlossen werden.
Adressen lernen
Ein SPIDER überwacht das Alter der gelern-
ten Adressen. Adresseinträge, die ein
bestimmtes Alter (300 Sekunden, Aging
Time) überschreiten, löscht der SPIDER aus
seiner Adresstabelle.
Hinweis: Ein Neustart löscht die gelernten
Adresseinträge.
Tagging (IEEE 802.1Q)
Für die Funktionen VLAN und Priorisierung
sieht der Standard IEEE 802.1 Q vor, daß in
einen MAC-Datenrahmen das VLAN-Tag
eingebunden wird. Das VLAN-Tag besteht
aus 4 Bytes (2 Bytes Tag Protocol Identifier
TPID, 2 Bytes Tag Control Information TCI).
Es wird zwischen dem Quelladreßfeld und
dem Typfeld eingefügt. Datenpakete mit
VLAN-Tag werden vom SPIDER unverändert
übertragen.
1.2 SPEZIFISCHE FUNKTIONEN
DER TP/TX-SCHNITTSTELLE
Leitungsüberwachung (Link Control)
Mit regelmäßigen Link-Test-Pulsen gemäß
der Norm IEEE 802.3 10BASE-T/100BASE-
MICE
SPIDER
TX überwacht der SPIDER die angeschlos-
senen TP-Leitungssegmente auf Kurzschluß
oder Unterbrechung. Der SPIDER sendet
keine Daten in ein TP-Segment, von dem es
keinen Link-Test-Puls empfängt.
Hinweis: Eine nicht belegte Schnittstelle
wird als Leitungsunterbrechung bewertet.
Ebenso wird die TP-Strecke zu einem aus-
geschalteten Endgerät als Leitungsunterbre-
chung bewertet, da der stromlose Buskopp-
ler keine Link-Test-Pulse senden kann.
Polaritätsumkehrung
(Auto Polarity Exchange)
Ist das Empfangsleitungspaar falsch ange-
schlossen (RD+ und RD- vertauscht), dann
erfolgt automatisch die Umkehrung der
Polarität.
Autonegotiation
Autonegotiation ist ein Verfahren, bei dem
der Switch automatisch den Betriebsmodus
seiner 10/100 RJ-45-Ports wählt. Beim
ersten Verbindungsaufbau erkennt der
Switch die Geschwindigkeit (10 oder 100
Mbit/s) und den Übertragungsmodus (halb-
duplex oder vollduplex) des verbundenen
Netzes.
Autocrossing
Der SPIDER erkennt das Sende- und Emp-
fangsleitungspaar (MDI, MDI-X). Der SPI-
DER schaltet automatisch den Portausgang
und Porteingang auf die entsprechenden
Leitungspaare. Somit spielt es keine Rolle,
ob Sie zum Anschluß eines Gerätes ein
gekreuztes (cross-over) oder ungekreuztes
Kabel verwenden.
1.3 SPEZIFISCHE FUNKTIONEN
DER LWL-SCHNITTSTELLE
LWL-Überwachung
Gemäß der Norm IEEE 802.3 100BASE-FX
überwacht ein
– SPIDER 1TX/1FX
– SPIDER 1TX/1FX-SM
– SPIDER 4TX/1FX
– SPIDER 4TX/1FX-SM EEC
die angeschlossenen LWL-Leitungen auf
Unterbrechung.
Low Light Detection
Wenn die optische Eingangsleistung unter
die Low Light-Schwelle absinkt, werden
Sende- und Empfangspfad des LWL-Ports
für Daten gesperrt und das Idle-Signal wird
gesendet.
Far-End Fault
Die optische Übertragungsstrecke vom
– SPIDER 1TX/1FX
– SPIDER 1TX/1FX-SM
– SPIDER 4TX/1FX
– SPIDER 4TX/1FX-SM EEC
sowohl in Empfangsrichtung- als auch in
Senderichtung kann überwacht werden,
wenn die Gegenstelle ebenfalls Far-End
Fault unterstützt. Wird Far-End Fault von der
Gegenstelle nicht unterstützt, wird die opti-
sche Übertragungsstrecke nur in Empfangs-
richtung überwacht.
Far-End Fault wird gesendet, wenn am opti-
schen Port die optische Eingangsleistung
unter die Low-Light Schwelle abgesunken
ist. Wird Far-End Fault empfangen, bleibt
der Link inaktiv (DA/STAT LED dunkel).
1.4 WEITERE FUNKTIONEN UND
EIGENSCHAFTEN
Reset
Der SPIDER wird durch folgendes Ereignis
zurückgesetzt:
– Unterschreiten der Eingangsspannung
Nach einem Reset wird folgende Aktion
durchgeführt:
– Initialisierung
1.5 ANZEIGENELEMENTE
Gerätestatus
Diese LEDs geben Auskunft über Zustände,
die Auswirkung auf die Funktion des
gesamten SPIDER haben.
P – Power (Grüne LED)
– leuchtet:
– Versorgungsspannung
liegt an
Portstatus
Diese LEDs zeigen portbezogene Informa-
tionen an.
DA/STAT – Daten, Linkstatus
(grüne LED)
– leuchtet nicht: – keine gültige Verbindung
– leuchtet grün: – gültige Verbindung
– blitzt grün:
– Datenverkehr
10/100 – Datenrate (gelbe LED)
(Twisted Pair Ports)
– leuchtet nicht: – 10 Mbit/s-Verbindung
– leuchtet gelb: – 100 Mbit/s-Verbindung
1.6 SCHNITTSTELLEN
10/100 Mbit/s-Anschluß
– Ein Port (Port 2, SPIDER 1TX/1FX,
SPIDER 1TX/1FX-SM)
– Vier Ports (Port 2 bis 5, SPIDER 4TX/1FX,
SPIDER 4TX/1FX-SM EEC)
– Drei Ports (Port 1 bis 3, SPIDER 3TX)
– Fünf Ports (Port 1 bis 5, SPIDER 5TX)
– Acht Ports (Port 1 bis 8, SPIDER 8TX)
(10/100 MBit/s, RJ45-Buchsen) ermöglichen
den Anschluß von Endgeräten oder von
(typabhängig) bis zu acht unabhängigen
Netzsegmenten nach den Standards IEEE
802.3 100BASE-TX / 10BASE-T. Diese Ports
unterstützen Autonegotiation, Autopolarity
und Autocrossing.
– Pinbelegung der RJ45-Buchse:
– Ein Leitungspaar: Pin 3 und Pin 6
– Ein Leitungspaar: Pin 1 und Pin 2
– Restliche Pins: nicht belegt.
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