Typen und Profibusaufbau
2.2 Busaufbau
Welchen Ultraschall-Sensor Sie einsetzen, ist
abhängig von Ihren Prozessanforderungen
und Einbaubedingungen sowie von den
Erfordernissen Ihres Steuerungs-, Regel-
oder Prozessleitsystems.
Die Profibus-Ultraschall-Sensoren VEGASON
51P ... 53P sind Sensoren für den Einsatz in
Profibus PA-Umgebung. In die Sensoren ist
das Profil 3 implementiert. Eine Messein-
richtung besteht aus einem oder mehreren
Sensoren, einem oder mehreren Segment-
kopplern und einem DP-Masterrechner, wie
z.B. einer S7-SPS mit Profibusschnittstelle
oder einem Prozessleitsystem mit Profibus
DP-Master-Slot. Die Auswerteinheit, z.B. die
SPS, wertet die füllstandproportionalen digi-
talen Messsignale in einer Vielzahl von Aus-
wertroutinen aus und verarbeitet diese
prozessspezifisch.
Auf den nachfolgenden zwei Seiten finden Sie
den Busaufbau skizziert.
Das Automatisierungssystem nimmt als Ma-
ster-Class 1 die gesamte Buskontrolle wahr.
Es liest alle Signale zyklisch aus und erteilt
bei Bedarf den Teilnehmern (z.B. Sensoren)
Anweisungen. Daneben können weitere
Mastersysteme (z.B. Visualisierungssysteme
oder Bedientools) am DP-Bus angeschlossen
sein. Diese Systeme arbeiten als sogenannte
Master-Class 2 Teilnehmer. Sie können eben-
so wie das Master-Class 1-System Signale
auslesen und Anweisungen erteilen und
arbeiten im Azyklischen-Mode.
Ein DP-Bus erlaubt keine Energieversorgung
über die Signalleitung, während sich der PA-
Bus durch Busspeisung auszeichnet. Beide,
DP und PA, erfordern minimal eine geschirm-
te Zweiaderleitung. Der DP-Bus kann da-
rüber hinaus bis zu acht Adern (geschirmt)
führen, wodurch auch Versorgungsleitungen
mitgeschleift werden können.
VEGASON 51P ... 53P
Am Bus muss jeder Teilnehmer eine Adresse
haben. Die Adressvergabe erstreckt sich
dabei über beide Busebenen. Ein Profibus
DP-System kann max. 126 Teilnehmer
inclusive aller Teilnehmer auf PA-Ebene ha-
ben. In der Praxis erhält der Master-Class 1-
Rechner die Adresse 1 und die Master-Class
2-Rechner erhalten die Adresse 10 ... 20. Die
Slaves oder Teilnehmer erhalten dann in der
Regel die Adressen 21 ... 126. Auf Profibus
PA-Ebenen sind an einem PA-Segment-
koppler max. 32 Sensoren möglich.
Ex-Umgebung
In Ex-Umgebung werden eigensichere
(EEx ia) PA-Sensoren mit Ex-Segment-
kopplern eingesetzt. Grundsätzlich ist die
PA-Sensorzahl an einem Segmentkoppler, ob
ex oder Nicht-Ex, vom Strombedarf der
Sensoren und vom Stromangebot der Seg-
mentkoppler abhängig. Segmentkoppler für
EEx ia-Umgebung stellen 90 ... 110 mA zur
Verfügung. Die Sensorzahl ergibt sich aus
der Summe von:
- den Grundströmen aller Sensoren
- plus 9 mA-Kommunikationssignal
- plus den Fehlerströmen aller Sensoren
- plus einer empfohlenen Stromreserve (ca.
10 mA)
Laut Profibusspezifikation ist der minimale
Grundstrom auf 10 mA festgelegt. VEGA-
Profibus-Sensoren nehmen konstant 10 mA
Grundstrom auf, und arbeiten ohne Fehler-
strombedarf, so dass in Ex-Umgebung bis
zehn VEGA-Sensoren an einem Segment-
koppler betrieben werden können.
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